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Weimarer Kabarett "SinnFlut" unterhielt mit Loriot-Abend (Quelle: Thüringer Allgemeine)

Mit Geigen und Trompeten
Hier mimen Michael Kirmes-Seitz und Astrid Frühbote ein Ehepaar, das sich in Sachen Zuneigung von Astrid Bransky helfen lassen muss. Foto: Ireen Schädel

Mit seinem Programm "Mit Geigen und Trompeten" gastierte das Kabarett "SinnFlut" aus Weimar am Samstag im Sondershäuser Carl-Schroeder-Saal und sorgte mit der Aufführung von Loriot-Klassikern für einen netten Abend. Sondershausen. Die Plätze im Carl-Schroeder- Saal waren am Samstagabend schnell belegt, viele freuten sich auf den Abend mit den herrlich amüsanten Szenen aus Loriots Feder. Und die Klassiker scheinen Jung und Alt anzuziehen, denn im Publikum fand sich nahezu jede Altersgruppe wieder. Unter dem Motto "Mit Geigen und Trompeten" brachten die Darsteller Astrid Bransky, Michael Kirmes-Seitz und Astrid Frühbote die berühmten Eheszenen auf die Bühne. Und weil Loriot und seine Partnerin Evelyn Hamann zusammen so unnachahmlich komisch waren, machten es die Darsteller genau richtig, indem sie auf ihre ganz eigene Art und Weise die Klassiker neu aufleben ließen, anstatt krampfhaft zu versuchen, die Vorbilder in Mimik und Gestik nachzuahmen. Zwischen den einzelnen Sketchen, in denen die drei Darsteller in Rekordzeit in neue Kostüme schlüpften, spielte die bezaubernde Fang Fang aus China am Klavier. Das Stück "Die Garderobe" machte den Anfang und sorgte für das erste Schmunzeln.

Denn wer kennt das nicht, wenn die Dame abends vorm Ausgehen nicht das passende Kleid findet und der Gatte einfach alles an ihr schön findet, ohne auch nur einmal einen Blick auf die Kleider zu werfen. Auch "Die Eheberatung" fand im Publikum so manches verständnisvolle Grinsen im Publikum. Etwas rätselhaft waren hingegen die einzelnen Kochstudio- Tipps von Astrid Frühbote, mit denen man zunächst nichts anzufangen wusste. Sie erklärte, wie Stachelschwein- Kaltschale und Nilpferd in Burgunder am geschmackvollsten zubereitet werden können. Deutlich mehr zu lachen hatte man dafür bei Loriots Sketch-Perle, dem Frühstücksei. Michael Kirmes-Seitz meisterte die Einfachheit der Situation und kitzelte aus ihr alles heraus. Doch auch Astrid Bransky lief kurz vor der Pause, in der alle bei einem Glas Sekt die Lachmuskeln entspannten, zur Hochform auf. Sie wagte sich an die zungenbrecherische Filmansage "Die zwei Cousinen". Fehlerfrei und herrlich komisch plapperte sie den Handlungsablauf des 16-teiligen englischen Fernsehfilms hinunter, verhedderte sich wie im Original mit dem englischen "th" und erntete viel Applaus.

Ireen Schädel / 26.01.11 / TA
 
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